Erstbetriebsphase von Motoren

Eine umsichtig geplante Erstbetriebsphase ist ein Muss zur Vermeidung von Schäden und zur Sicherstellung der Höchstleistung Ihres Fahrzeugs. Nach zahlreichen Erfahrungen auf diesem Gebiet sind wir zum folgenden empfohlenen Ablauf gelangt.

Erstbetriebsphase von Motoren

Erstbetriebsphase von Motoren

Befüllen Sie den Motor mit allen Flüssigkeiten inklusive eines nichtsynthetischen Erstbetriebs-Öls. Wir benutzen und verkaufen Brad Penn Racing Break-In Oil. Prüfen Sie Öl, Wasser und besonders Treibstoff auf Lecks. Trennen Sie die Stromversorgung der Injektoren und lassen Sie den Motor mittels Anlasser vier Mal für etwa 15 Sekunden durchdrehen, um Turbolader und Ölkanäle vorzubereiten. Starten Sie dann den Motor und prüfen Sie umgehend den Öldruck. Stellen Sie sicher, dass das Luft-Treibstoff-Verhältnis 13:1 oder magerer beträgt (bei Benzin) und prüfen Sie weiterhin auf Lecks, während sich der Motor erwärmt. Überprüfen Sie den Betrieb des Kühlsystems.

Lassen Sie den Motor abkühlen und untersuchen Sie nochmals eingehend auf Lecks, prüfen die Füllstände der Flüssigkeiten und stellen die allgemeine Sicherheit des Fahrzeugs sicher.

Anschließend betreiben Sie den Motor auf der Straße oder auf einem Prüfstand (empfohlen) in den niedrigen Gängen und variieren dabei die Motorlast. Unterbinden Sie jedoch hohe Ladedrücke und längere Phasen hoher Last, da dies zu enormer Hitze im Ringpaket führt. Erhöhen Sie die Drehzahlen und die Motorlast gleichmäßig über ca. die erste Betriebsstunde.

Etwa nach der ersten Stunde des Motorbetriebs lassen Sie das Öl in ein sauberes Gefäß ab und prüfen Sie es sorgfältig auf Abrieb oder sonstige Partikel. Geringe Mengen feinen „Staubs“ sind in Ordnung, Metallspäne deuten jedoch im Allgemeinen auf Probleme hin, die sofort untersucht werden müssen. Füllen Sie erneut Öl ein, diesmal ein dickflüssigeres Öl Ihrer Wahl. Für Rennmotoren empfehlen wir üblicherweise ein XXw-40 oder XXw-50, je nach Lastwerten. Motoren mit extremer Leistung (ab 150 PS pro Zylinder) sollten dickflüssiges Öl für zusätzlichen Schutz verwenden.

Volllastbetrieb ist ab diesem Zeitpunkt in Ordnung. Wir empfehlen häufigere Ölwechsel während der ersten zehntausend Kilometer (oder während der ersten Rennwochenenden) und erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich Anzeichen von Problemen. Anschließend können die Wechselintervalle erhöht werden.

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