Der Upgrade Turbolader TTE485 auf Basis des IS20 für Golf 7 Gti, Leon & Co „MQB“

Die Firma TheTurboEngineers (TTE) aus Dachau entwickelt und produziert Upgrade Turbos auf Basis von original verbauten Turboladern, welche in aller Regel „Plug & Play“ an die original Position verbaut werden, dann aber aufgrund der modernen, großen und raffinierten Einzelteile deutlich mehr Leistung generieren, als dass das Serienteil könnte.

Aufgrund der Übersichtlichkeit, möchten wir hier, wenn wir von MQB Motoren sprechen, vor allem auf die Golf 7 Gti & Golf 7R Modelle eingehen. Beide Motoren finden sich natürlich auch in den anderen MQB Modellen wieder, wie z.B. den Seat Leon 5F inkl. Cupra, Audi A3/S3, Skoda Octavia & Superb, und auch die Motoren aus den kleinen Schwestern wie Polo, Ibiza und Fabia sind dieser Schublade zuzuordnen. Alles sind 4-Zylinder 2.0l (1.8l) Turbomotoren mit Dualer Einspritzung.

Der 2.0l MQB Motor

Gerade für die MQB Plattformen hat TTE eine Reihe an Produkten im Portfolio, denn diese Baureihe ist bei Tunern extrem beliebt und bietet viel Potenzial. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedlich große Motoren, mit denen die MQB Produktpalette ausgeliefert wird: Zum einen ist da der Golf 7 Gti, der mit der kleineren Variante ausgestattet ist und mit dem sogenannten IS20 Turbolader bestückt ist. Dieser leistet etwa 230 PS in der Serie und hat Potenzial bis etwa 300 PS. Dann gibt es noch den Golf 7R, der mit dem IS38 Turbolader kommt und bereits bis zu 310 PS in der Serie aufweist, das Potenzial ist mit etwa 400 PS entsprechend höher. Bezüglich der Hardware (Kolben, Pleuel, Peripherie) unterscheiden sich beide Motoren tatsächlich nur marginal, so sind beispielsweise IS38 Umbauten auf Golf 7 Gti keine Seltenheit, haben aber aufgrund der geringfügig höheren Verdichtung dann etwas weniger Potenzial, als der große Grundmotor.

Auf Basis des IS38 Turboladers lassen sich Hybride bauen, die weit über 500 PS abliefern können, so ist der stärkste Turbolader von TTE hier der „Triple-5“, der TTE555, außerdem gibt es aber noch den TTE475 und den TTE535, die alle ihre Besonderheiten und Berichtigungen haben. Doch hier soll es heute vor allem um das Upgrade des kleineren IS20 Turboladers gehen, denn der Vorteil von kleineren Turboladern ist das frühere Ansprechverhalten im Vergleich zu größeren Pendants. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein größerer Turbolader zwar mehr Leistung generieren kann, aber das Ansprechverhalten dadurch auch automatisch schlechter wird, das Leistungsband verschiebt sich also etwas nach hinten. Die große Kunst bei der Entwicklung von Turboladern ist also, immer den richtigen Kompromiss aus Ansprechverhalten und Leistung zu finden, entsprechend zum vorgegebenen Motorkonzept.

Alle MQB Upgrade Lader von TTE

Der TTE535 auf Basis des IS38 Turboladers

Der TTE485 auf Basis des IS20 Turboladers

Es liegt also nahe, einen relativ kleinen Turbolader als Basis für einen Hybriden zu verwenden, um ein möglichst frühes Ansprechverhalten zu erhalten, aber die maximale Leistung zu steigern. Oft ist dies aber technisch gar nicht möglich, weil die Baugruppe nur eine bestimmte Größe an Turbine und Verdichter zulässt und/oder das Gehäuse so klein ist, dass der generierte Abgasgegendruck zu hoch für das ambitionierte Leistungsziel ist. Der IS20 bildet hier eigentlich keine Ausnahme, aber TTE hat es geschafft, einen Hybrid Turbolader zu entwickeln, der über 480 PS abliefern kann und anspricht wie der Serienlader. Der TTE485 übernimmt dabei das Laufzeug seines großen Bruders, dem TTE535 inklusive der verstärkten TTE Axiallagerung.

Vergleich TTE485 vs LM500 (gestrichelt), Software unverändert

Leistungsdiagramm TTE485 auf Golf 7R

Die Firma Pro-Boost wollte es genau wissen und hat den neuen TTE485 mit einem LM500 auf IS38 Basis verglichen, beide Lader wurden nacheinander auf einem Golf 7R (LLK, HD Pumpe, R600, Inlet/Outlet, AGA) montiert und gemessen, danach wurden dann auch noch Zeiten gefahren. Anhand der Diagramme kann man erkennen, wieviel früher der TTE485 anspricht und wie wenig Leistung er bei höheren Drehzahlen gegenüber des LM500 einbüßt. Die Software wurde dabei nicht verändert! Beide Diagramme sind also mit fest vorgegebenen Ladedruck entstanden.

Manchmal ist es also möglich, die berühmte eierlegende Wollmilchsau zu finden, deutsche Ingenieurskunst eben. 🙂

Zeiten des TTE485 auf einem Golf 7R:

 

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